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Gesund essen - aber wie eigentlich?

vor 7 Tagen
3 Min. Lesezeit

Warum es nicht die eine perfekte Ernährung für alle gibt

Gesunde Ernährung klingt eigentlich ganz einfach. Mehr Gemüse, weniger Zucker, ausreichend trinken – und fertig?

Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Denn kaum ein Thema ist von so vielen Regeln, Trends und teilweise widersprüchlichen Empfehlungen geprägt wie unsere Ernährung. Low Carb oder viele komplexe Kohlenhydrate? Intervallfasten oder regelmäßige Mahlzeiten? Vegan, vegetarisch oder doch Mischkost? Rohkost oder lieber warm? Und braucht man eigentlich Nahrungsergänzungsmittel?

Wer versucht, alles „richtig“ zu machen, ist irgendwann möglicherweise vor allem eines: verunsichert.

Dabei darf gesunde Ernährung viel individueller sein.


Dein Alltag isst mit

Eine Ernährungsweise kann auf dem Papier noch so ausgewogen aussehen – wenn sie nicht zu deinem Leben passt, wird sie auf Dauer schwer umzusetzen sein.

Ein Mensch, der morgens früh zur Arbeit fährt, braucht vielleicht andere Lösungen als jemand, der im Homeoffice arbeitet. Eine Familie mit Kindern hat andere Anforderungen als ein Einpersonenhaushalt. Und auch Alter, Lebensphase, Aktivität, persönliche Vorlieben und individuelle Ziele spielen eine Rolle.

Deshalb beginnt eine sinnvolle Ernährungsumstellung für mich nicht mit einer Verbotsliste.

Sie beginnt mit der Frage:

Wo stehst du gerade – und was würde dir wirklich guttun und sich gleichzeitig in deinem Alltag umsetzen lassen?


Pflanzenbetont bedeutet nicht automatisch ausgewogen

Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und hochwertige pflanzliche Öle können eine wunderbare Grundlage unserer Ernährung bilden. Sie liefern unter anderem Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und wertvolle Fettsäuren.

Auch die aktuellen Ernährungsempfehlungen gehen deutlich in Richtung einer pflanzenbetonten Ernährung. Gleichzeitig gilt: Nur weil etwas vegan oder pflanzlich ist, ist es nicht automatisch ausgewogen oder nährstoffreich.

Eine vegane Ernährung kann für gesunde Erwachsene gut funktionieren und gesundheitsfördernd gestaltet werden. Sie sollte allerdings bewusst zusammengestellt werden. Vitamin B12 muss zuverlässig ergänzt werden; auch beispielsweise Jod, Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Calcium, Eisen, Zink und Selen gehören zu den Nährstoffen, die besondere Aufmerksamkeit verdienen können.

Es geht also nicht einfach darum, tierische Lebensmittel wegzulassen.

Entscheidend ist, was stattdessen auf dem Teller landet.


Gesund essen muss nicht perfekt sein

Vielleicht ist das sogar einer der wichtigsten Punkte.

Ernährung findet nicht im Lehrbuch statt. Sie findet beim schnellen Frühstück statt, beim gemeinsamen Abendessen mit der Familie, beim Restaurantbesuch, im Urlaub und an einem Dienstagabend, an dem schlicht keine Lust mehr besteht, aufwendig zu kochen.

Eine Ernährung, die langfristig guttun soll, braucht deshalb auch Genuss, Flexibilität und Alltagstauglichkeit.

Statt alles auf einmal verändern zu wollen, können kleine Schritte viel bewirken:

mehr Gemüse in eine Mahlzeit integrieren, häufiger Hülsenfrüchte verwenden, Vollkornprodukte ausprobieren, Nüsse und Samen einbauen oder ein Lieblingsgericht Schritt für Schritt ausgewogener gestalten.

Nicht jeder Schritt muss perfekt sein, um ein guter Schritt zu sein.


Und was ist nun die „richtige“ Ernährung?

Vielleicht gibt es darauf gar keine pauschale Antwort.

Eine gute Ernährung sollte deinen Körper mit dem versorgen, was er braucht. Sie sollte zu deinem Leben passen. Sie darf schmecken und Freude machen. Und sie sollte so gestaltet sein, dass du sie nicht drei Wochen durchhältst, sondern langfristig gerne lebst.

Für den einen bedeutet das eine vollständig vegane Ernährung. Für jemand anderen zunächst, mehr pflanzliche Lebensmittel in den Alltag zu integrieren. Und wieder jemand anderes möchte seine bisherigen Gewohnheiten einfach ausgewogener gestalten.

Gesunde Ernährung muss nicht in eine Schublade passen. Sie darf zu dir passen.


Du möchtest deine eigene Ernährung einmal genauer anschauen?

Manchmal weiß man längst, dass man etwas verändern möchte – aber nicht, wo man anfangen soll.

In meiner Ernährungsberatung schauen wir gemeinsam auf deine bisherigen Gewohnheiten, deinen Alltag und deine persönlichen Ziele. Statt eines Ernährungsplans von der Stange geht es darum, Veränderungen zu finden, die für dich tatsächlich umsetzbar sind.

Dabei begleite ich sowohl Menschen, die sich vegan oder stärker pflanzenbasiert ernähren möchten, als auch Menschen, die ihre Ernährung grundsätzlich ausgewogener gestalten wollen.

Wenn du deine Ernährung auf den für dich besten Stand bringen möchtest, melde dich gern für ein kostenloses Kennenlerngespräch.

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